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Trügerische Emotionen bei der Geldanlage

Wer sich beim Anlegen von seinen Gefühlen leiten lässt, entscheidet häufig falsch.

 

Trügerische Emotionen bei der Geldanlage

Kurzfristige Schwankungen von Börsenkursen haben meist keine reale Ursache. Die Anleger sind an den Ausschlägen wesentlich beteiligt mit ihrem Verhalten, das zwischen Gier und Panik schwankt.

Heute beschäftigt sich ein ganzer Wissenschaftszweig mit der Bedeutung von Emotionen bei Anlageentscheidungen. Das Wissensgebiet nennt sich Behavioral Finance. Es untersucht das Verhalten der Anleger bei ihren Kauf- und Verkaufsentscheidungen.

So sind Privatanleger beispielsweise normalerweise skeptisch gegenüber Aktien. Steigen die Kurse über eine längere Zeit, schlägt ihre Skepsis in Optimismus um ("Alle machen so tolle Gewinne, ich sollte auch mitmachen").

Hält der Aufwärtstrend an, steigert sich die positive Stimmung zur Begeisterung oder zur Euphorie. In dieser Phase steigen besonders viele unerfahrene Anleger ein – häufig kurz bevor die Kurse einbrechen.

Wer zu übertrieben hohen Kursen gekauft hat, verliert sofort Geld, wenn es abwärts geht. Auf die anfängliche Sorge folgt eine Phase der Leugnung ("Macht nichts, ich lege ja langfristig an"), gefolgt von Angst, die leicht in Panik umschlägt.

Auf dem Tiefpunkt kapitulieren viele ("Jetzt reicht es, ich steige endgültig aus"). Sobald die Kurse sich wieder erholen, keimt die Hoffnung wieder auf. Anleger sind erleichtert, bleiben aber vorerst skeptisch, ob sie wirklich wieder einsteigen sollen. Und alles beginnt von vorne.

Anleger sind gut beraten, weniger überstürzt zu handeln. Sie sollten Regeln für ihr Portfolio aufstellen und sich daran halten, beispielsweise vor einer Kauf- oder Verkaufsentscheidung einige Tage abwarten, bis sie den Titel effektiv kaufen oder verkaufen. In der Zwischenzeit können sie ihre Entscheidung überdenken und sich weitere Informationen beschaffen.
 

 
 Das sollten Sie sich merken:

  • Emotionen wie Gier, Angst und Panik führen oft zu falschen Kauf- und Verkaufsentscheidungen.
  • Das Wissensgebiet Behavioral Finance untersucht das Verhalten der Anleger bei Anlageentscheidungen.
  • Anlegen nach festen Regeln kann den Anlageerfolg deutlich steigern.

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